Rechtliches Gehör nach Sachverständigenanhörung

BGH, Beschluss vom 30.11.2010, Az. VI ZR 25/09

Gibt der medi­zinis­che Sachver­ständi­ge in seinen mündlichen Aus­führun­gen neue und aus­führlichere Beurteilun­gen gegenüber dem bish­eri­gen Gutacht­en ab, so ist den Parteien unter dem Blick­punkt des rechtlichen Gehörs Gele­gen­heit zu geben, hierzu Stel­lung zu nehmen. Dabei sind auch Aus­führun­gen in einem nicht nachge­lasse­nen Schrift­satz zur Ken­nt­nis zu nehmen und die mündliche Ver­hand­lung wiederzueröff­nen, sofern die Aus­führun­gen Anlass zu weit­er­er tat­säch­lich­er Aufk­lärung geben.

Zur hypothetischen Einkommensentwicklung beim Erwerbsschaden

Soweit sich keine Anhalt­spunk­te ergeben, die über­wiegend für einen Erfolg oder einen Mis­ser­folg sprechen, liegt es nahe, nach dem gewöhn­lichen Ver­lauf der Dinge von einem voraus­sichtlich durch­schnit­tlichen Erfolg des Geschädigten in sein­er Tätigkeit auszuge­hen und auf dieser Grund­lage die weit­ere Prog­nose der ent­gan­genen Ein­nah­men anzustellen und den Schaden gem. § 287 ZPO zu schätzen; verbleiben­den Risiken kann durch gewisse Abschläge Rech­nung getra­gen werden.

BGH, Urteil vom 09.11.2010, Az. VI ZR 300/08

Zur hypothetischen Einkommensentwicklung beim Erwerbsschaden

BGH, Urteil vom 09.11.2010, Az. VI ZR 300/08

Soweit sich keine Anhalt­spunk­te ergeben, die über­wiegend für einen Erfolg oder einen Mis­ser­folg sprechen, liegt es nahe, nach dem gewöhn­lichen Ver­lauf der Dinge von einem voraus­sichtlich durch­schnit­tlichen Erfolg des Geschädigten in sein­er Tätigkeit auszuge­hen und auf dieser Grund­lage die weit­ere Prog­nose der ent­gan­genen Ein­nah­men anzustellen und den Schaden gem. § 287 ZPO zu schätzen; verbleiben­den Risiken kann durch gewisse Abschläge Rech­nung getra­gen werden.