Darlegungs- und Beweislast für die Kausalität der Pflichtverletzung durch Unterlassen für den Schaden; Prüfung des hypothetischen Kausalverlaufs bei rechtmäßigem Alternativverhalten

BGH 6. Zivilse­n­at, Entschei­dung vom 07.02.2012, Az. VI ZR 63/11

Beste­ht die Pflichtver­let­zung in ein­er Unter­las­sung, ist diese für den Schaden nur dann kausal, wenn pflicht­gemäßes Han­deln den Ein­tritt des Schadens ver­hin­dert hätte. Die Dar­legungs- und Beweis­last hier­für trägt regelmäßig der Geschädigte.

Die haf­tungs­be­gren­zende Rechts­fig­ur des hypo­thetis­chen Kausalver­laufs bei recht­mäßigem Alter­na­tivver­hal­ten kommt erst dann zum Tra­gen, wenn die Ursäch­lichkeit der durchge­führten rechtswidri­gen Behand­lung für den behaupteten Schaden fest­gestellt und mithin die Haf­tung grund­sät­zlich gegeben ist.