Thrombose

Die Throm­bose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blut­gerinnsel in einem Blut­ge­fäß bildet. Meist ist eine Throm­bose der Venen gemeint, wenn von dieser die Rede ist. Sie äußert sich durch das Auftreten von Fieber, reduziertem All­ge­mein­befind­en, Tachykardie (Herzrasen) sowie lokalen Symp­tomen wie Schw­erege­fühl, Schmerzen, lokaler Druck­empfind­lichkeit, ges­taut­en Hautve­nen, Ödem bzw. Hautver­fär­bung der unteren Extrem­itäten. 
 
Die Symp­tome kön­nen je nach Lage, Art und Größe sehr unter­schiedlich sein, oft wer­den sie von den Betrof­fe­nen nicht bemerkt.
Ein Throm­bus, der sich von sein­er Entste­hungsstelle löst und vom Blut­fluss durch den Kör­p­er geschwemmt wird, wird als Embo­lus beze­ich­net. Wenn der Embo­lus eine Eng­stelle im Gefäßsys­tem ver­stopft, wird das Gewebe hin­ter der betrof­fe­nen Stelle nicht mehr ord­nungs­gemäß durch­blutet und nimmt Schaden, man spricht dann von ein­er Embolie
 
Beson­ders gefährdet für Embolien nach Venen­throm­bosen sind die großen und kleinen Gefäße in der Lunge, da dort das gesamte Blut aus dem venösen Kreis­lauf gesam­melt und gefiltert wird. 
 
Behand­lungs­fehler: Vor­beu­gung gegen Throm­bose
OLG Düs­sel­dorf Urt. v. vom 21.02.2008, Az. I-8 U 82/06: 
 
Sind einem Arzt Venen­prob­leme eines Patien­ten bekan­nt, so ist er dazu verpflichtet, bei Anle­gen eines Gipsver­ban­des am Unter­schenkel gle­ichzeit­ig Medika­mente zu verabre­ichen, die eine Throm­bose ver­hüten. Ver­säume er dies, so müsse er für eine daraufhin auftre­tende Throm­bose und Lun­genem­bolie haften.