Schaden

Ein Schadensersatzanspruch infolge der fehlerhaften ärztlichen Behandlung setzt neben dem Vorliegen eines Behandlungsfehlers einen hieraus resultierenden Gesundheitsschaden bei dem Patienten voraus. Man unterscheidet insoweit zwischen dem Primär- und dem Sekundärschaden.

  1. Primärschaden

    Unter den Begriff des Primärschadens sind alle solchen Gesundheitsschäden zu fassen, die direkte Folgen des Behandlungsfehlers sind.

    Die Beweislastumkehr infolge eines groben Behandlungsfehlers bezieht sich grundsätzlich lediglich auf die Kausalität zwischen dem Behandlungsfehler und dem Primärschäden. Hieraus resultiert, dass der Patient das Vorliegen des Primärschadens auch im Falle eines groben Behandlungsfehlers beweisen muss.

  2. Sekundärschaden

    Dem Sekundärschaden unterfallen alle solchen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die erst infolge der primären Gesundheitsverletzung eingetreten sind.

    Die Beweislastumkehr erstreckt sich auf die Ursächlichkeit des ärztlichen Fehlers für diese Folgeschäden nur dann, wenn es sich hierbei um typische Folgen des Primärschadens handelt. Auch das Vorhandensein eines Sekundärschadens hat der Patient zu beweisen.