Schadenersatz- und Schmerzensgeldanspruch aufgrund unterlassener Aufklärung über das Risiko einer Querschnittslähmung bei einer Nukleotomie

Ist durch die Nuk­leotomie und die hier­bei verur­sachte Schädi­gung des Rück­en­marks nach teil­weis­er Rück­bil­dung der ursprünglichen Läh­mungs- und Aus­fall­er­schei­n­un­gen ein Dauer­schaden ent­standen, der gewisse motorische Ein­schränkun­gen, Sen­si­bil­itätsstörun­gen, zusät­zliche chro­nis­che Schmerzen in Gestalt von Brennschmerzen der Hände und Füße und eine Störung der Blasen­funk­tion erfasst, kann ein Schmerzens­geld in Höhe von 75.000 € angemessen sein.

Der Kläger hat infolge ein­er Band­scheiben­op­er­a­tion durch Laser­nuk­leotomie eine par­tielle Quer­schnittsläh­mung erlit­ten. Da er über dieses mit der Oper­a­tion ver­bun­dene Risiko nicht richtig aufgek­lärt wor­den war, wurde das Kranken­haus zum Schadenser­satz verurteilt. Dem Patien­ten wurde ein Schmerzens­geld von 75.000,00 € sowie weit­er­er Schadenser­satz zuge­sprochen.

Gericht:                                 OLG Köln
Entschei­dungs­da­tum:       23.03.2016
Akten­ze­ichen:                     5 U 8/14