Umkehr der Beweislast bei einfachem Befunderhebungsfehler

BGH, Urteil vom 13.09.2011, Az. VI ZR 144/10

Ein ein­fach­er Befun­der­he­bungs­fehler kann zu ein­er Umkehr der Beweis­last hin­sichtlich der Kausal­ität des Behand­lungs­fehlers für den einge­trete­nen Gesund­heitss­chaden führen, wenn sich bei der gebote­nen Abklärung mit hin­re­ichen­der Wahrschein­lichkeit ein reak­tion­spflichtiges pos­i­tives Ergeb­nis gezeigt hätte und sich die Verken­nung dieses Befun­des als fun­da­men­tal oder die Nichtreak­tion hier­auf als grob fehler­haft darstellen würde.