Zur Aufklärung eines in seiner Auffassungsgabe geminderten Patienten

OLG Koblenz, Beschluss vom 01.08.2011, Az. 5 U 713/11

Behauptet der Patient, infolge ver­min­dert­er Auf­fas­sungs­gabe habe er die ärztlichen Infor­ma­tio­nen beim Aufk­lärungs­ge­spräch nicht ver­standen, ist das haf­tungsrechtlich uner­he­blich, wenn nicht vor­ge­tra­gen wird, auf­grund welch­er tat­säch­lichen Umstände der Arzt dies habe fest­stellen und berück­sichti­gen müssen. Durfte die Behan­dler­seite bei Beobach­tung der erforder­lichen Sorgfalt darauf ver­trauen, dass der Patient die Oper­a­tionsaufk­lärung ver­standen hat­te, fehlt es am Ver­schulden.