Zur hypothetischen Einkommensentwicklung beim Erwerbsschaden

BGH, Urteil vom 09.11.2010, Az. VI ZR 300/08

Soweit sich keine Anhalt­spunk­te ergeben, die über­wiegend für einen Erfolg oder einen Mis­ser­folg sprechen, liegt es nahe, nach dem gewöhn­lichen Ver­lauf der Dinge von einem voraus­sichtlich durch­schnit­tlichen Erfolg des Geschädigten in sein­er Tätigkeit auszuge­hen und auf dieser Grund­lage die weit­ere Prog­nose der ent­gan­genen Ein­nah­men anzustellen und den Schaden gem. § 287 ZPO zu schätzen; verbleiben­den Risiken kann durch gewisse Abschläge Rech­nung getra­gen wer­den.